DIN ISO 815 – Druckverformungsrest

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die DIN ISO 815 basiert auf dem Verfahren zur die Bestimmung des Druckverformungsrestes (DVR) von Elastomeren und Schaumstoffen. Der DVR beschreibt, wie viel der ursprünglichen Dicke nach langzeitiger Kompression dauerhaft verloren geht – ein Schlüsselkennwert für Dichtungen.

Prüfumfang

Zylindrische Probekörper werden zwischen Metallplatten auf 25 % ihrer Dicke komprimiert und bei erhöhter Temperatur gelagert:• Kompression: 25 % (Standard) oder 50 %• Temperatur: 23 °C, 70 °C, 100 °C, 150 °C (je nach Anforderung)• Dauer: 24 h, 72 h, 168 h oder längerBewertung: DVR in % = (Ausgangshöhe − Rückfederungshöhe) / (Ausgangshöhe − komprimierte Höhe) × 100. Ideal: DVR nahe 0 %.

Typische Prüfmaterialien

• EPDM-Dichtungen• Silikon-Dichtungen• NBR- und FKM-Dichtungen• TPE-Dichtungen• PU-Schaumstoffe• Zellkautschuk und Moosgummi

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was sagt der Druckverformungsrest aus?

Je niedriger der DVR, desto besser federt das Material nach Entlastung zurück. Ein DVR von 20 % bedeutet: 20 % der Kompression bleibt als bleibende Verformung. Für Dichtungen ist ein niedriger DVR essentiell, da sie dauerhaft abdichten müssen.

Welche DVR-Werte gelten als gut?

Für Fahrzeugdichtungen typisch ≤ 30 % bei Einsatztemperatur. Premium-Dichtungen aus Silikon erreichen DVR < 15 %. Bei Hochtemperaturanwendungen (Motorraum) werden DVR-Tests bei 150 °C oder höher durchgeführt.

Warum wird bei verschiedenen Temperaturen geprüft?

Der DVR steigt mit der Temperatur stark an. Ein Elastomer, das bei 23 °C nur 10 % DVR zeigt, kann bei 100 °C 40 % erreichen. Die Prüftemperatur muss der realen Einsatztemperatur entsprechen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter