VDA 675-216 – Druckverformungsrest

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die VDA 675-216 basiert auf dem Verfahren zur die Bestimmung des Druckverformungsrestes (DVR) von Elastomeren und Schaumstoffen. Der DVR beschreibt, wie viel der ursprünglichen Dicke nach langzeitiger Kompression dauerhaft verloren geht – ein Schlüsselkennwert für Dichtungen.

Prüfumfang

Zylindrische Probekörper werden zwischen Metallplatten auf 25 % ihrer Dicke komprimiert und bei erhöhter Temperatur gelagert:• Kompression: 25 % (Standard) oder 50 %• Temperatur: 23 °C, 70 °C, 100 °C, 150 °C (je nach Anforderung)• Dauer: 24 h, 72 h, 168 h oder längerBewertung: DVR in % = (Ausgangshöhe − Rückfederungshöhe) / (Ausgangshöhe − komprimierte Höhe) × 100. Ideal: DVR nahe 0 %.

Typische Prüfmaterialien

• EPDM-Dichtungen• Silikon-Dichtungen• NBR- und FKM-Dichtungen• TPE-Dichtungen• PU-Schaumstoffe• Zellkautschuk und Moosgummi

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was sagt der Druckverformungsrest aus?

Je niedriger der DVR, desto besser federt das Material nach Entlastung zurück. Ein DVR von 20 % bedeutet: 20 % der Kompression bleibt als bleibende Verformung. Für Dichtungen ist ein niedriger DVR essentiell, da sie dauerhaft abdichten müssen.

Welche DVR-Werte gelten als gut?

Für Fahrzeugdichtungen typisch ≤ 30 % bei Einsatztemperatur. Premium-Dichtungen aus Silikon erreichen DVR < 15 %. Bei Hochtemperaturanwendungen (Motorraum) werden DVR-Tests bei 150 °C oder höher durchgeführt.

Warum wird bei verschiedenen Temperaturen geprüft?

Der DVR steigt mit der Temperatur stark an. Ein Elastomer, das bei 23 °C nur 10 % DVR zeigt, kann bei 100 °C 40 % erreichen. Die Prüftemperatur muss der realen Einsatztemperatur entsprechen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung