VDA 675-205 – Zugversuch

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die VDA 675-205 basiert auf dem Verfahren zur die Bestimmung der Zugeigenschaften von Kunststoffen und Elastomeren. Der Zugversuch nach ISO 527 / DIN EN ISO 527 ermittelt Zugfestigkeit, Bruchdehnung und E-Modul – die wichtigsten mechanischen Kennwerte für die Materialauswahl.

Prüfumfang

Ein genormter Probekörper (Schulterstab) wird in einer Universalprüfmaschine mit konstanter Geschwindigkeit bis zum Bruch gezogen.Kennwerte:• Zugfestigkeit σM (MPa)• Bruchdehnung εB (%)• E-Modul Et (MPa, aus Anfangssteigung)• Streckspannung σY (wenn vorhanden)Bedingungen: 23 °C, 50 % r.F., Prüfgeschwindigkeit 1–500 mm/min je nach Material.

Typische Prüfmaterialien

• Thermoplaste (PP, PA, PBT, PC, ABS)• Faserverstärkte Kunststoffe• Elastomere und TPE• Folien und Platten• Verbundwerkstoffe• Klebstoffe (als Zugscherprobe)

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Zugfestigkeit und Bruchdehnung?

Die Zugfestigkeit gibt die maximale Spannung an, die ein Material aushält (MPa). Die Bruchdehnung zeigt, wie weit es sich dehnen lässt, bevor es bricht (%). Ein steifes Material hat hohe Festigkeit aber geringe Dehnung, ein elastisches Material umgekehrt.

Welche Probenform wird benötigt?

Standard nach ISO 527: Schulterstab Typ 1A oder 1B (Gesamtlänge 170 mm, Messlänge 50–80 mm). Für Folien: Typ 5 (Gesamtlänge 115 mm). Mindestens 5 Probekörper pro Prüfung.

Bei welchen Temperaturen wird geprüft?

Standard bei 23 °C. Im Automobilbereich zusätzlich bei −40 °C, −20 °C, +80 °C oder +120 °C, um das Verhalten bei Extremtemperaturen zu kennen. Die Temperatur beeinflusst Festigkeit und Dehnung erheblich.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung