TPJLR.52.252 – Schmelzindex MFR/MVR

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die TPJLR.52.252 basiert auf dem Verfahren zur die Bestimmung der Schmelze-Massefließrate (MFR) und Schmelze-Volumenfließrate (MVR) von Thermoplasten. Der Schmelzindex ist ein einfacher Kennwert für die Verarbeitbarkeit und dient der Wareneingangskontrolle.

Prüfumfang

Kunststoffgranulat wird in einem beheizten Zylinder (Plastometer) aufgeschmolzen und durch eine normierte Düse (Ø 2,095 mm) unter definierter Last gedrückt:• Temperatur: materialspezifisch (z. B. PE: 190 °C, PP: 230 °C, PA: 275 °C)• Prüfgewicht: 2,16 kg oder 5 kg (je nach Norm)• Ergebnis: MFR in g/10 min, MVR in cm³/10 min

Typische Prüfmaterialien

• Polypropylen (PP)• Polyethylen (PE-HD, PE-LD, PE-LLD)• Polyamid (PA6, PA66)• ABS und PC/ABS• PBT und PET• Thermoplastische Elastomere (TPE)

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was sagt der MFR-Wert aus?

Der MFR (g/10 min) beschreibt die Fließfähigkeit der Schmelze: Hoher MFR = dünnflüssig, niedriger MFR = zähflüssig. Er korreliert invers mit der Molmasse und dient zur Wareneingangskontrolle und Verarbeitungsoptimierung.

Warum wird der MFR bei Wareneingangskontrolle geprüft?

Der MFR ist ein einfacher Schnelltest (ca. 15 min), der Chargenunterschiede sofort erkennt. Abweichungen deuten auf Materialdegradation, falsche Type oder Verunreinigungen hin. Toleranz typisch ± 20 % vom Sollwert.

Was ist der Unterschied zwischen MFR und MVR?

MFR (Masse) = g/10 min, MVR (Volumen) = cm³/10 min. Der MVR ist dichteunabhängig und daher besser für den Vergleich gefüllter Compounds geeignet. Umrechnung: MFR = MVR × Dichte der Schmelze.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter