TP 306.4 – Sonnensimulation

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die TP 306.4 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Lichtechtheit von Materialien und Farben unter künstlicher Bestrahlung. Sonnenlicht kann zu Ausbleichen, Vergilben und Versprödung von Kunststoffen und Textilien führen.

Prüfumfang

Die Proben werden in einer Bewitterungskammer mit Xenon-Bogenlicht (Simulation des Sonnenlichtspektrums) bestrahlt:• Lichtquelle: Xenon-Lampe mit Tageslichfilter• Bestrahlungsstärke: 60–180 W/m² (300–400 nm)• Black-Panel-Temperatur: 65–100 °C• Kammer-Temperatur: 38–65 °C• Relative Feuchte: 20–65 wertung: Farbänderung ΔE* (CIE Lab), Graumaßstab, Glanzänderung, Versprödung.

Typische Prüfmaterialien

• Textilien und Bezugsstoffe• Kunststoffformteile (Armaturentafel, Verkleidungen)• Leder und Kunstleder• Lackierte Oberflächen• Folienkaschierungen• Gummiteile und Dichtungen

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert ein Lichtechtheitstest?

Je nach OEM und Bauteilklasse: Interieur typisch 100–500 Stunden Xenon-Bestrahlung, Exterieur 500–3000 Stunden. Die Energiedosis wird oft in kJ/m² angegeben (z. B. 42 kJ/m² für eine Lichtechtheitsklasse).

Was bedeutet die Graumaßstab-Bewertung?

Der Graumaßstab (ISO 105-A02) bewertet die Farbänderung visuell von Note 5 (keine Änderung) bis Note 1 (starke Änderung). Parallel wird die instrumentelle Farbdifferenz ΔE* gemessen. Die meisten OEMs fordern Note ≥ 3-4.

Warum Xenon-Licht und nicht UV-Lampe?

Xenon-Bogenlicht simuliert das gesamte Sonnenlichtspektrum (UV, sichtbar, IR) am realistischsten. Reine UV-Lampen (UVA-340, UVB-313) liefern schnellere Ergebnisse, bilden aber nur den UV-Anteil ab und können zu anderen Schädigungsmechanismen führen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter