TL 52217 – Alterungsverhalten Exterieur

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die TL 52217 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Wärmealterungsbeständigkeit von Kunststoffen, Elastomeren und Beschichtungen. Langzeitige Wärmeeinwirkung führt zu Versprödung, Verfärbung und Festigkeitsverlust – die Wärmelagerung simuliert die thermische Beanspruchung über die Fahrzeuglebensdauer.

Prüfumfang

Proben werden bei erhöhter Temperatur in Umluftöfen gelagert:• Temperatur: 80 °C (Innenraum), 120–150 °C (Motorraum), bis 200 °C (Sonderfälle)• Dauer: 168 h (1 Woche) bis 3000 h• Atmosphäre: Luft (Thermooxidation)Bewertung nach Lagerung:• Farbänderung ΔE*, Glanzänderung• Zugfestigkeit und Bruchdehnung (Restwerte)• Versprödung, Rissbildung, Verformung

Typische Prüfmaterialien

• Thermoplaste (PP, PA, PBT, PC)• Elastomere und Dichtungen• Lackierte Oberflächen• Textilien und Folien• Klebstoffe und Dichtstoffe• Elektronikgehäuse

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Wie lange wird bei welcher Temperatur gelagert?

Die Temperatur richtet sich nach dem Einbauort: Innenraum 80–110 °C für 500–1000 h, Motorraum 120–150 °C für 500–3000 h, Abgasnah bis 200 °C. Die Arrhenius-Gleichung beschreibt den Zusammenhang zwischen Temperatur und Alterungsgeschwindigkeit.

Was wird nach der Wärmelagerung geprüft?

Optisch: Farbänderung, Glanzänderung, Verformung. Mechanisch: Zugfestigkeit und Bruchdehnung (Restwerte in % vom Ausgangswert). Die Restwerte müssen OEM-Grenzwerte einhalten (typisch ≥ 50–80 %).

Warum altern Kunststoffe bei Wärme?

Thermooxidativer Abbau: Sauerstoff reagiert mit dem Polymer und spaltet Ketten. Die Folge: Versprödung, Rissbildung, Festigkeitsverlust. Stabilisatoren in der Rezeptur verlangsamen diesen Prozess.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung