STD 1027,3231 – Ozonbeständigkeit

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die STD 1027,3231 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Beständigkeit von Elastomeren und Gummiteilen gegen Ozoneinwirkung. Ozon greift ungesättigte Kautschuke an und führt zu Rissbildung (Ozonrisse), was die Dichtfunktion und Lebensdauer beeinträchtigt.

Prüfumfang

Vorgedehnte Proben werden in einer Ozonkammer bei definierter Ozonkonzentration und Temperatur gelagert:• Ozonkonzentration: 25–200 pphm (parts per hundred million)• Temperatur: 40 °C ± 2 °C• Dehnung: 20 % statische Dehnung• Prüfdauer: 24–168 StundenBewertung: Rissbildung (Risstyp, Rissdichte, Risslänge) nach ISO 1431.

Typische Prüfmaterialien

• Türdichtungen und Fensterdichtungen• Motorraum-Schläuche• Manschetten und Faltenbälge• Lagerungen und Buchsen• Wischerblätter• Reifen und Reifenkomponenten

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Ozon für Gummi gefährlich?

Ozon spaltet Kohlenstoff-Doppelbindungen in ungesättigten Kautschuken (NR, SBR, NBR). Die Folge sind feine Oberflächenrisse, die unter Dehnung schnell wachsen. EPDM-Kautschuk ist dagegen ozonbeständig, da er keine Doppelbindungen in der Hauptkette hat.

Welche Elastomere sind besonders gefährdet?

Naturkautschuk (NR), Styrol-Butadien-Kautschuk (SBR) und Nitrilkautschuk (NBR) sind ozonempfindlich. EPDM und Silikonkautschuk sind inherent ozonbeständig. Für Außenanwendungen wird daher häufig EPDM eingesetzt.

Wie kann die Ozonbeständigkeit verbessert werden?

Durch Wahl ozonresistenter Polymere (EPDM), Zugabe von Ozonschutzmitteln (chemische Schutzmittel, Wachse) oder Beschichtung der Oberfläche. Die Mischungsrezeptur hat entscheidenden Einfluss auf die Ozonbeständigkeit.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung