SAE J1756-B – Fogging

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die SAE J1756-B ist ein Standard der SAE International zur Bestimmung des Fogging-Verhaltens von Kfz-Innenraummaterialien. Flüchtige organische Verbindungen (VOC) aus Kunststoffen, Leder, Textilien und Klebstoffen können sich als trüber Belag auf der Windschutzscheibe niederschlagen und die Sicht beeinträchtigen. Die Norm quantifiziert diesen Effekt gravimetrisch (Kondensatmasse) und reflektometrisch (Glanzminderung).

Prüfumfang

Ein Probenstück wird in einem Fogging-Becher bei 100 °C für 16 Stunden erwärmt. Die freiwerdenden flüchtigen Stoffe kondensieren an einer gekühlten Oberfläche (21 °C).Prüfparameter:• Heiztemperatur: 100 °C ± 0,5 °C• Kühlplatte: 21 °C ± 1 °C• Prüfdauer: 16 h ± 0,25 h• Becherdurchmesser: ca. 80 mmBewertung:• Gravimetrisch: Kondensatmasse auf Aluminiumfolie in mg• Reflektometrisch: Restglanz auf Glasplatte in % (60°-Winkel)Version B unterscheidet sich von A durch strengere Konditionierung: 24 h bei 23 °C / 50 % r.F. vor Prüfung.

Typische Prüfmaterialien

• Leder und Kunstleder• Textilien (Sitzbezüge, Himmel, Teppiche)• PVC-, TPO- und TPU-Folien• PU-Schäume (Sitzpolster, Armauflagen)• Klebstoffe und Dichtstoffe• Beschichtungen und Lacke• Weichmacherhaltige Materialien

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen SAE J1756-A und SAE J1756-B?

Beide verwenden dasselbe Prüfprinzip (100 °C, 16 h). Version B schreibt eine strengere Konditionierung vor: Die Proben müssen 24 Stunden bei 23 °C und 50 % relativer Feuchte gelagert werden. Dies führt zu besser reproduzierbaren Ergebnissen.

Was bedeutet gravimetrischer vs. reflektometrischer Fogging-Wert?

Der gravimetrische Wert (in mg) misst die Masse des Kondensats auf Aluminiumfolie – die Gesamtmenge flüchtiger Stoffe. Der reflektometrische Wert (in %) misst den Restglanz einer Glasplatte – er korreliert mit der optischen Beeinträchtigung der Windschutzscheibe. Beide werden häufig parallel bestimmt.

Welche Grenzwerte gelten typischerweise für Fogging?

Die Grenzwerte werden vom jeweiligen OEM festgelegt. Typisch: gravimetrisch ≤ 2 mg, reflektometrisch ≥ 60 % Restglanz. Für sicherheitsrelevante Bereiche (Windschutzscheibe) gelten oft strengere Werte.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung