PR 556 – Cremebeständigkeit Thermoplaste

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die PR 556 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Beständigkeit von Oberflächen gegen Sonnenschutzmittel. Sonnencreme enthält aggressive Inhaltsstoffe, die Kunststoff- und Lackoberflächen angreifen und irreversibel schädigen können.

Prüfumfang

Definierte Sonnencreme-Zubereitungen werden auf die Probenoberfläche aufgetragen:• Prüfmedien: Standardisierte Sonnencreme (hoher LSF), Selbstbräuner• Auftragsmenge: Definiert (z. B. 2 mg/cm²)• Einwirkzeit: 4–24 Stunden bei erhöhter Temperatur• Temperatur: 40–80 °C (simuliert Fahrzeuginnenraum im Sommer)Bewertung: Glanzänderung, Farbänderung, Erweichung, Haftungsänderung, Oberflächenschäden.

Typische Prüfmaterialien

• Lenkrad und Schaltknauf• Türinnengriffe und Armauflagen• Mittelkonsolenoberflächen• Touchscreen-Rahmen• Handbremshebelverkleidung• Instrumententafel-Oberflächen

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Warum ist Sonnencreme so aggressiv?

Sonnenschutzmittel enthalten UV-Filter (z. B. Octocrylen, Avobenzon) und Emulgatoren, die als Weichmacher wirken und Kunststoffoberflächen anlösen können. In Kombination mit Wärme (Fahrzeug in der Sonne) wird der Angriff verstärkt.

Welche Bauteile sind besonders betroffen?

Alle Oberflächen, die mit den Händen berührt werden: Lenkrad, Schaltknauf, Türgriffe, Armauflagen. Im Sommer überträgt sich Sonnencreme von den Händen auf diese Flächen und verbleibt dort stundenlang.

Wie kann die Beständigkeit verbessert werden?

Durch Verwendung chemikalienbeständiger Lacke und Beschichtungen, Auswahl geeigneter Polymere (z. B. PC/ABS statt ABS) und spezielle Schutzschichten. Die Prüfung hilft, geeignete Materialien bereits in der Entwicklungsphase auszuwählen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter