GS 93008-1+2+4 – Gefährliche Stoffe

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die GS 93008 ist ein mehrteiliger BMW Group Standard zur Begrenzung gefährlicher Stoffe in Fahrzeugmaterialien. Teil 1 definiert allgemeine Anforderungen und die GADSL-Konformität. Teil 2 regelt Schwermetalle in metallischen Werkstoffen (Blei, Cadmium, Quecksilber, Cr⁶⁺). Teil 4 betrifft nichtmetallische Materialien: VOC-Emissionen, Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Phthalat-Weichmacher und Phenol. Die Norm sichert REACH- und ELV-Konformität aller im Fahrzeug verbauten Materialien.

Prüfumfang

Die Prüfung umfasst je nach Teil der Norm verschiedene analytische Methoden:Teil 2 – Metallische Werkstoffe:• ICP-OES und XRF-Screening auf Pb, Cd, Hg, Cr⁶⁺Teil 4 – Nichtmetallische Materialien:• VOC: Headspace-GC-MS nach VDA 278• Formaldehyd: VDA 275 (Flaschenmethode)• PAK: GC-MS nach AfPS GS 2019:01 PAK• Phthalate (DEHP, DBP, BBP, DIBP): GC-MS, Migrationsprüfung• Phenol-Emissionen: HPLCDie GS 93008 setzt die EU-Altfahrzeugrichtlinie 2000/53/EG und REACH-Verordnung in eine prüfbare BMW-Werksnorm um.

Typische Prüfmaterialien

• Kunststoffe und Compounds (PP, ABS, PA, PC/ABS)• Leder, Kunstleder und Textilien• Klebstoffe, Dichtstoffe und Beschichtungen• Gummi und Elastomere (EPDM, CR, NBR)• Metallische Oberflächen und Beschichtungen• Elektronikbaugruppen und Kabelmaterialien

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Teil 2 analysiert Schwermetalle (Blei, Cadmium, Quecksilber, sechswertiges Chrom) in metallischen Werkstoffen. Teil 4 bestimmt flüchtige organische Verbindungen (VOC), Formaldehyd, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Phthalat-Weichmacher und Phenol-Emissionen in nichtmetallischen Materialien.
Je nach Parameter: ICP-OES und XRF für Schwermetalle, Headspace-GC-MS für VOC (nach VDA 278), HPLC für Phenol, GC-MS für PAK und Phthalate, VDA 275-Flaschenmethode für Formaldehyd.
Das Material wird als nicht konform eingestuft. Der Zulieferer muss Ursachenanalyse und Korrekturmaßnahmen einleiten. Im schlimmsten Fall drohen Materialsperre, Produktionsstopps oder Rückrufaktionen. Frühzeitige Prüfung in der Entwicklungsphase vermeidet solche Risiken.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung