Anwendungsbereich
Der BMW-Gruppenstandard GS 93008 in den Teilen 1, 2 und 4 regelt die Anforderungen an die chemische Unbedenklichkeit von Werkstoffen und Bauteilen im Fahrzeug. Teil 1 definiert Stoffverbote und Grenzwerte für gesundheits- und umweltgefährdende Substanzen in Übereinstimmung mit der europäischen REACH-Verordnung und der Altfahrzeugrichtlinie (ELV). Teil 2 behandelt die Emissionsprüfung von flüchtigen und kondensierbaren organischen Verbindungen aus Innenraumwerkstoffen. Teil 4 ergänzt spezifische Prüfanforderungen für die Bewertung von Geruchsemissionen. Die Norm ist Voraussetzung für die Freigabe von Zuliefermaterialien im BMW-Konzern.
Prüfumfang
Die Prüfung nach GS 93008 umfasst die Thermodesorptionsanalyse mittels GC-MS zur quantitativen Bestimmung von VOC- und FOG-Emissionen aus Fahrzeugmaterialien. Ergänzend werden Headspace-Analysen zur Erfassung leichtflüchtiger Verbindungen und Schwermetall-Screenings mittels RFA oder ICP-OES durchgeführt. Die Stoffverbotsprüfung beinhaltet den Nachweis verbotener Substanzen wie Blei, Cadmium, Quecksilber und sechswertigem Chrom gemäß ELV-Richtlinie 2000/53/EG. Zusätzlich erfolgt eine Bewertung hinsichtlich SVHC-Kandidatenstoffe (Substances of Very High Concern) nach REACH-Verordnung (EG) Nr. 1907/2006.
Typische Prüfmaterialien
Innenraumwerkstoffe, Textilien, Schaumstoffe, Klebstoffe, Dichtungen, Kunststoffformteile, Leder, Kunstleder, Teppiche, Isolierungen, Lacke, Beschichtungen, Elastomere
Geprüfte Fachkompetenz
- Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
- Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung