DIN EN 60695-2-12 – Glühdraht-Test

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die DIN EN 60695-2-12 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Schwerentflammbarkeit von Kunststoffen mittels Glühdrahtverfahren. Ein glühender Draht simuliert den Kontakt mit überhitzten Bauteilen (z. B. fehlerhafte elektrische Verbindungen) und prüft, ob das Material Feuer fängt.

Prüfumfang

Ein genormter Glühdraht (Nickeldrahtschlaufe) wird auf die definierte Temperatur erhitzt und 30 Sekunden gegen die Probe gedrückt:• Temperaturen: 550 °C, 650 °C, 750 °C, 850 °C, 960 °C• Kontaktzeit: 30 Sekunden• Bewertung: Entzündung ja/nein, Brenndauer, AbtropfenGWFI (Flammability Index): Höchste Temperatur ohne Entflammung > 30 sGWIT (Ignition Temperature): Höchste Temperatur ohne Entzündung

Typische Prüfmaterialien

• Elektronikgehäuse• Steckverbinder und Klemmen• Schaltergehäuse• Kabelkanäle und -halter• Sicherungskästen• Leiterplatten-Substrate

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Wann wird der Glühdrahttest gefordert?

Für alle elektrischen/elektronischen Bauteile im Fahrzeug, die im Fehlerfall mit überhitzten Kontakten in Berührung kommen können. Die geforderte Glühdrahttemperatur (GWFI/GWIT) hängt von der Bauteilgröße und dem Einbauort ab.

Was ist der Unterschied zwischen GWFI und GWIT?

GWFI (Flammability Index): Das Material darf maximal 30 Sekunden brennen und kein brennendes Abtropfen zeigen. GWIT (Ignition Temperature): Das Material darf sich gar nicht entzünden. GWIT ist die strengere Anforderung.

Welche Glühdrahttemperatur wird gefordert?

Je nach IEC-Norm und Bauteil: 650 °C für Bauteile, die nicht beaufsichtigt betrieben werden (üblich im Automotive), 850 °C oder 960 °C für kritische Bauteile nahe Zündquellen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter