DIN EN 60068-2-38 – Zusammengesetzter Test Temperatur/Feuchte zyklisch

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die DIN EN 60068-2-38 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Hydrolysebeständigkeit von Kunststoffen und Beschichtungen. Hydrolyse – der chemische Abbau durch Wasser bei erhöhter Temperatur – ist ein kritischer Alterungsmechanismus für viele Polymere.

Prüfumfang

Die Proben werden unter feuchtwarmen Bedingungen gelagert:• Temperatur: 70–95 °C• Feuchte: 95–100 % r.F. oder Wasserlagerung• Dauer: 100–2000 StundenBewertung nach Lagerung:• Mechanische Restfestigkeit (Zugfestigkeit, Bruchdehnung)• Optische Veränderungen (Verfärbung, Trübung)• Massenzunahme (Wasseraufnahme)

Typische Prüfmaterialien

• PBT und PET (besonders hydrolyseempfindlich)• Polyamide (PA6, PA66)• Polyurethane (PU-Beschichtungen)• PC und PC-Blends• Klebstoffe und Dichtstoffe• Beschichtungen und Lacke

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Welche Kunststoffe sind hydrolyseempfindlich?

Besonders Polyester (PBT, PET) und Polyamide (PA6, PA66) sind anfällig, da Wasser die Esterbindungen bzw. Amidbindungen spaltet. PBT im Motorraum ist ein klassisches Hydrolyse-Risiko. Hydrolysestabilisatoren verbessern die Beständigkeit.

Wie lange dauert ein Hydrolysetest?

Typisch 500–2000 Stunden bei 85 °C / 85 % r.F. oder kürzer bei 95 °C. Die Dauer richtet sich nach der geforderten Einsatzdauer und dem Einbauort (Motorraum = strenger als Innenraum).

Was wird nach der Hydrolyse geprüft?

Zugfestigkeit und Bruchdehnung im Vergleich zum Ausgangszustand. Der prozentuale Restfestigkeitswert muss über einem OEM-definierten Grenzwert liegen (typisch ≥ 50–70 % der Ausgangsfestigkeit).

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter