BO 127-03 – Spannungsrissbeständigkeit

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die BO 127-03 basiert auf dem Verfahren zur die Prüfung der Beständigkeit von Kunststoffen gegen umgebungsbedingte Spannungsrissbildung (ESC – Environmental Stress Cracking). Unter gleichzeitiger Einwirkung von mechanischer Spannung und chemischen Medien können Kunststoffe vorzeitig versagen.

Prüfumfang

Vorgebogene oder vorgespannte Probekörper werden in Kontakt mit einem Prüfmedium gebracht:• Methoden: Biegestreifentest, Kugeleindruck, C-Ring• Prüfmedien: Tenside, Öle, Fette, Alkohole• Temperatur: 23–60 °C• Dauer: Bis zum Versagen oder max. PrüfdauerBewertung: Zeit bis Rissbildung, Risslänge, Restfestigkeit.

Typische Prüfmaterialien

• Polycarbonat (PC) – besonders empfindlich• ABS und PC/ABS-Blends• PMMA• Polyamid (PA)• Polyethylen (PE)• POM

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Was ist Spannungsrissbildung?

Risse entstehen, wenn ein Kunststoff gleichzeitig unter mechanischer Spannung steht und mit einem aggressiven Medium in Kontakt kommt. Einzeln wäre weder Spannung noch Medium problematisch – zusammen führen sie zum Versagen.

Welche Medien verursachen Spannungsrisse?

Tenside (Reinigungsmittel, Sonnencreme), Alkohole (Isopropanol), Kraftstoffe, Öle und Fette. PC ist besonders empfindlich gegen Tenside und Alkohole, PE gegen Tenside.

Wie kann die Beständigkeit verbessert werden?

Durch Materialauswahl (PC/ABS statt PC, spannungsrissbeständige PE-Typen), Vermeidung von Eigenspannungen (Bauteildesign, Verarbeitungsparameter) und Reduktion des Medienkontakts (Schutzschichten).

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Laborleiter