Röntgenprüfung / Computertomographie (CT)

Kategorie: Pruefverfahren

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Röntgenprüfung / Computertomographie (CT) - Röntgenprüfung (Radiografie) und Computertomographie (CT) sind zerstörungsfreie Prüfverfahren, die elektromagnetische Strahlung im Röntgenbereich zur Durchstrahlung von Objekten nutzen.

Definition

Die Röntgenprüfung (Radiografie) und Computertomographie (CT) sind zerstörungsfreie Prüfverfahren, die elektromagnetische Strahlung im Röntgenbereich zur Durchstrahlung von Objekten nutzen.

Messprinzip

Röntgendurchstrahlung (2D-Radiografie)

Röntgenstrahlung wird in einer Röntgenröhre durch Abbremsung beschleunigter Elektronen erzeugt. Die Strahlung durchdringt das Prüfobjekt und wird entsprechend der Materialdicke geschwächt (Lambert-Beer'sches Gesetz).

Computertomographie (3D-CT)

Bei der CT werden viele Durchstrahlungsbilder aus unterschiedlichen Winkeln aufgenommen. Durch mathematische Rekonstruktionsalgorithmen wird ein dreidimensionales Volumenmodell berechnet.

Anlagentypen

  • Röntgenröhren: 20–450 kV
  • Mikrofokusröhren: Brennfleck unter 10 µm
  • Linearbeschleuniger: MeV-Bereich für dicke Bauteile

Detektierbare Merkmale

  • Poren, Lunker und Gaseinschlüsse
  • Risse und Spalte
  • Einschlüsse
  • Maßabweichungen (CT-basierte Messtechnik)

Normen

  • DIN EN ISO 17636-1/-2: Durchstrahlungsprüfung von Schweißverbindungen
  • VDI/VDE 2630: Computertomographie in der Koordinatenmesstechnik
  • ASTM E1441: Standard Guide for Computed Tomography

Anwendungsgebiete

  • Gussteileprüfung
  • Schweißnahtprüfung
  • Elektronik- und Baugruppeninspektion
  • Soll-Ist-Vergleich (CT vs. CAD)

Strahlenschutz

Der Betrieb unterliegt der Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) und erfordert entsprechende Genehmigungen.