Kategorie: Pruefverfahren
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Definition
Fogging bezeichnet die Bildung eines Niederschlags auf Glasoberflächen durch Kondensation flüchtiger Substanzen aus Fahrzeuginnenraummaterialien. Die Prüfung nach DIN 75201 (ISO 6452) ist ein zentrales Qualitätskriterium in der Automobilindustrie.
Messprinzip
Eine Probe wird in einem temperierten Gefäß erhitzt. Flüchtige Bestandteile kondensieren an einer gekühlten Glasplatte oder Aluminiumfolie. Nach definierter Prüfdauer wird der Niederschlag quantifiziert.
Prüfbedingungen
- Probentemperatur: 100 °C
- Glasplattentemperatur: 21 °C
- Prüfdauer: 3 h oder 16 h
Bewertungsverfahren
Verfahren A – Reflektometrie
Glanzmessung vor und nach der Prüfung. Fogging-Wert F in Prozent.
Verfahren B – Gravimetrie
Massenzunahme der Aluminiumfolie. Fogging-Zahl G in mg. Typischer Grenzwert: G unter 2 mg.
OEM-Spezifikationen
- VW TL 52230: Fogging-Prüfung für Innenraumteile
- BMW GS 93032: Fogging-Anforderungen
- Mercedes-Benz DBL 5307: Emissionsverhalten
Einflussfaktoren
- Art und Menge der Weichmacher
- Restmonomere und Oligomere
- Flammschutzmittel
- Lösemittelrückstände
Betroffene Materialgruppen
- PVC-Folien und Kunstleder
- Weichschäume (PU)
- Textilien und Vliese
- Kleber und Dichtstoffe
