Ermüdungsprüfung / Schwingfestigkeit

Kategorie: Pruefverfahren

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Ermüdungsprüfung / Schwingfestigkeit - Ermüdungsprüfung untersucht das Werkstoffverhalten unter zyklischer Beanspruchung. Die Prüfung ermittelt Wöhlerlinien, Dauerfestigkeit und Lebensdauer nach DIN 50100.

Definition

Die Ermüdungsprüfung untersucht das Werkstoffverhalten unter zyklischer Beanspruchung. Die Prüfung ermittelt Wöhlerlinien, Dauerfestigkeit und Lebensdauer nach DIN 50100.

Physikalische Grundlagen

Ermüdungsversagen verläuft in drei Phasen:

  1. Anrissbildung: Mikrorissbildung an der Oberfläche
  2. Risswachstum: Stabiles Risswachstum (Paris-Gesetz)
  3. Restbruch: Instabiles Risswachstum, Gewaltbruch

Prüfverfahren

Wöhlerversuch

Proben werden bei konstanter Spannungsamplitude bis zum Bruch belastet. Ergebnis: Wöhlerlinie (S-N-Kurve).

Spannungsverhältnis R

  • R = -1: rein wechselnde Beanspruchung
  • R = 0: schwellende Beanspruchung

Wöhlerlinie

  • Kurzzeitfestigkeit (LCF): N unter 10.000
  • Zeitfestigkeit: 10.000 bis 10 Millionen
  • Dauerfestigkeit: Horizontaler Bereich

Normen

  • DIN 50100: Schwingfestigkeitsprüfung
  • DIN EN ISO 1099: Ermüdungsprüfung axial
  • ASTM E466: Axial Fatigue Testing

Prüfmaschinen

  • Servohydraulische Prüfmaschinen: 0,01–100 Hz
  • Resonanzpulsatoren: 50–300 Hz

Anwendungsgebiete

  • Auslegung von Fahrwerkskomponenten
  • Qualifizierung von Schweißverbindungen
  • Bauteilfreigabe in der Luftfahrt