Durchschlagfestigkeit

Kategorie: Pruefverfahren

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Durchschlagfestigkeit - Durchschlagfestigkeit ist die maximale elektrische Feldstärke, die ein Isolierstoff vor dem Durchschlag aushält. Einheit: kV/mm. Prüfung nach DIN EN 60243.

Definition

Die Durchschlagfestigkeit ist die maximale elektrische Feldstärke, die ein Isolierstoff vor dem Durchschlag aushält. Einheit: kV/mm. Prüfung nach DIN EN 60243.

Physikalisches Prinzip

Ab einer kritischen Feldstärke kommt es zur Ionisierung und zum lawinenartig anwachsenden Ladungsträgertransport – dem elektrischen Durchschlag.

Durchschlagmechanismen

  • Intrinsischer Durchschlag: Lawineneffekt
  • Thermischer Durchschlag: Lokale Erwärmung
  • Elektromechanischer Durchschlag: Feldkraft-Kompression

Prüfverfahren nach DIN EN 60243-1

Prüfanordnung

  • Elektroden: Zylindrisch, 25 oder 75 mm Durchmesser
  • Probendicke: Typisch 0,5–3 mm
  • Temperatur: 23 °C plusminus 2 °C

Berechnung

Durchschlagfestigkeit Ed = Ud / d (kV/mm)

Typische Werte

  • Polyethylen (PE): 40–80 kV/mm
  • Polyamid (PA): 15–35 kV/mm
  • Epoxidharz: 15–25 kV/mm
  • Polyimid (PI): 150–300 kV/mm

Einflussfaktoren

  • Probendicke, Temperatur, Feuchtigkeit
  • Elektrodengeometrie
  • Inhomogenitäten (Hohlräume, Einschlüsse)

Normen

  • DIN EN 60243-1: Prüfung bei technischen Frequenzen
  • DIN EN 60243-2: Gleichspannung
  • ASTM D149: Dielectric Breakdown Voltage