DSC (Dynamische Differenzkalorimetrie)

Kategorie: Thermische AnalyseAuch: Differential Scanning Calorimetry

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DSC (Dynamische Differenzkalorimetrie) misst Wärmeströme bei kontrollierter Temperaturänderung und erfasst Schmelz-, Kristallisations- und Glasübergänge.

Messprinzip

Eine Probe und eine Referenz werden gleichmäßig aufgeheizt oder abgekühlt. Der Wärmestrom-Unterschied zwischen beiden wird gemessen. Endotherme Prozesse (Schmelzen) und exotherme Prozesse (Kristallisation) erscheinen als Peaks.

Technische Spezifikationen

  • Temperaturbereich: -150 °C bis 700 °C
  • Heizraten: 0,1 bis 100 K/min
  • Atmosphäre: N₂, Luft, O₂
  • Probenmenge: 5–20 mg
  • Empfindlichkeit: 0,1 µW

Messbare Größen

  • Schmelztemperatur (Tm): Peak-Maximum
  • Glasübergang (Tg): Stufenhöhe
  • Kristallinität: Peakfläche vs. 100% kristallin
  • Reaktionswärme: Härtung, Vernetzung

Anwendungsgebiete

  • Polymeridentifikation über Schmelzpunkt
  • Kristallinitätsbestimmung
  • Härtungskontrolle bei Duroplasten
  • Oxidationsstabilität (OIT)
  • Reinheitsprüfung