Lackkrater

Analyse von Lackkratern in Beschichtungssystemen
Lackkrater stellen eine lokale Vertiefung im Lack dar und sind häufig eine Folgeerscheinung von Benetzungsstörungen. Der Lack wird im Fehlstellenbereich nach Außen gedrückt und dadurch die Lackschichtdicke im Kraterbereich reduziert. Der Effekt kann von einer leichten Schichtdickenreduzierung, bis hin zu lackfreien Bereichen und damit zur lokal freiliegenden Bauteiloberfläche reichen.
Ist die Ursache für den Lackkrater ein Partikel im Kraterzentrum, so kommen ähnliche Analysen zum Einsatz wie bei Pickeln. Meist sind die Partikel bereits von der Oberfläche her frei zugänglich. So wird deren Elementzusammensetzung mit Rasterelektronenmikroskopie (REM-EDX) genauer analysiert.
Sind keine Partikel sichtbar, so ist häufig trotzdem eine Analyse des Lackkraters möglich. Trennmittel, Fette oder Öle sind nicht selten mit sehr oberflächenempfindlichen Analysemethoden wie ESCA auf der Lackoberfläche nachweisbar.
Daneben können mechanische Schäden in darunter liegenden Lackschichten (Abplatzungen) oder im unlackierten Bauteil wie (Dellen oder Kratzer) ebenfalls zu Lackkratern führen. Hier wäre es notwendig einen Querschnitt durch die Fehlstelle zu erstellen.
Bei einem Mehrschichtaufbau des Lackes kann ein Querschnitt außerdem helfen herauszufinden, welche Lackschicht für den Lackkrater verantwortlich ist.
Unsere Experten

Rainer Ziel
Schadensanalytik, Mikroskopie Oberflächen Analytik
Häufig gestellte Fragen
Was sind Lackkrater und wie entstehen sie?
Lackkrater sind kreisförmige Vertiefungen in der Lackoberfläche, verursacht durch Oberflächenspannungsunterschiede, Kontaminationen oder unverträgliche Substanzen.
Wie analysieren Sie die Ursache von Lackkratern?
Mittels FTIR-Mikroskopie, REM/EDX und Kontaminationsanalyse identifizieren wir die störenden Substanzen direkt am Kratergrund.
Können Sie die Kontaminationsquelle bestimmen?
In den meisten Fällen ja. Wir identifizieren die chemische Natur der Störung und können so Rückschlüsse auf die Herkunft ziehen.
